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Was macht wirklich glücklich?

Kategorien: Gesundes Leben

Was könnte es für einen schöneren wissenschaftlichen Bereich geben als die Glücksforschung? Und es ist kein Scherz – die Forschung rund um Bedingungen, die glücklich machen, gibt es tatsächlich. Dieser Wissenschaftszweig kann zu einigen Anregungen führen, die uns zufriedener machen. Glücklich zu sein ist übrigens auch gut für die Gesundheit. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass glückliche Menschen länger leben. Glück ist außerdem gut für das Herz und schützt vor Infektionen.
Sonnenblume - Wenn Glück aus Kleinigkeiten besteht

Geld allein macht nicht glücklich

Ein nahezu inflationär gebrauchtes Sprichwort ist „Geld allein macht nicht glücklich“. Was wie ein leicht verzweifelter Versuch klingt auch bei schlechtem Kontostand das Lächeln auf den Lippen zu bewahren, konnte jedoch von Studien aus der Glücksforschung bestätigt werden. Hier wurden u. a. die Bewohner der G-8-Staaten (Deutschland, USA, Russland usw.) als Beispiel herangezogen. Obwohl diese durchschnittlich das höchste Einkommen haben, gehören sie laut Untersuchungen der New Economics Foundation zu den traurigsten Menschen der Welt. Ab einem Pro-Kopf-Einkommen von ca. 14 000 Euro hat die Höhe des Einkommens keinen Einfluss mehr auf das Empfinden von Glück. Eine Ausnahme bilden dabei nur sehr arme Länder: wird hier mehr verdient, steigt auch das persönliche Hochgefühl.

Abbildung: Kleinigkeiten bedeuten Glück, z. B. eine farbenfrohe Sonnenblume zu pflücken. © Salawin – Istockphoto.com

Alternativen, die glücklich machen

Wer also versucht mittels langer Arbeitstage mehr Geld zu verdienen, kann von diesem Ziel getrost ablassen. Sicherlich kann beruflicher Erfolg grundsätzlich ein Glücksempfinden hervorrufen, aber der Verdienst scheint nicht so wichtig zu sein. Das ist doch ein guter Grund sich wieder mehr auf Familie und Freunde zu besinnen. Denn diese sozialen Kontakte können, laut Glücksforschung, viel eher zum Ausschütten von Glückshormonen führen, als der Blick auf ein mehr als gefülltes Konto.

Sport gegen Depressionen

Zu einem ausgefüllten Leben gehört ebenso eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, z. B. mit Sport. Denn dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, die laut Studien genauso gut gegen depressive Verstimmungen helfen können wie Psychopharmaka. Aber auch hier sollte man nicht verkrampft nach Medaillen haschen, denn überehrgeizigen Ziele rufen wiederum Unzufriedenheit hervor. Unverhoffte Erfolgserlebnisse oder das seelige Verlieren in einer geliebten Tätigkeit führen zu einem viel intensiverem Empfinden des Glücks. Was außerdem für Zufriedenheit sorgt ist eine Partnerschaft. Dabei sollte man sich zu zweit schöne Momente gönnen. Was für das Glück nicht entscheidend ist, sind dabei z. B. Aussehen, Bildungsstand und Sportlichkeit des Partners. Sich mit falschen Schönheitsidealen zum Hungern bzw. permanentem Appetit zügeln zu zwingen, ist also nicht der richtige Pfad auf dem Weg zum Glück.

Mythos ewiges Glück

Am wichtigsten ist es sich von dem Mythos zu verabschieden, dass Glück ewig anhält. Es gibt immer Kummerphasen und Tiefschläge, aber eben darum weiß man das Glück viel mehr zu schätzen und das Überwinden schwerer Phasen macht laut Studien glücklich. Auch das ist eine Erkenntnis aus der Glücksforschung – an der TU München wurden Probanden zu ihrer Lebensqualität interviewt. Das erstaunliche Ergebnis: Krebserkrankte Personen waren dabei mit ihrem Leben nicht weniger zufrieden als die gesunden Befragten.

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